Destination Südafrika -
Handelspartner und Investitionsstandort
“The sunny side of doing business”

Afrikatag am 06. Dezember 2001
im
DaimlerChrysler Werk Bremen

Die Veranstaltung zum traditionellen Afrikatag des Afrika-Verein kann angesichts von rund 250 Teilnehmern – mehrheitlich Vertreter aus dem privatwirtschaftlichen Sektor aller Größenkategorien – als außerordentlich erfolgreich angesehen werden.

Die Kooperation mit Herrn Daun, dem Vorsitzenden des Ausschusses Südliches Afrika des Afrika-Verein, dem Büro des SAFRI-Vorsitzenden (Jürgen E. Schrempp) unter Leitung dessen Beauftragten, Herrn Gorgels, sowie dem DaimlerChrysler Werk Bremen unter Leitung von Herrn Karr führte zu einer hochrangig und prominent besetzten Vortragsveranstaltung in äußerst exklusiver Umgebung.

Für die richtige Einstimmung sorgte ein von Annemarie Ferns, der Geschäftsführerin von SA Tourism Europa, präsentiertes Video, dass die Teilnehmer auf eine virtuelle Reise durch das Land am Kap und seine Möglichkeiten für ein Engagement von Investoren führte. Im Anschluss hießen Josef Hattig, Senator für Wirtschaft und Häfen der Freien Hansestadt Bremen, und Prof. Dr. Bengu, der Botschafter der Republik Südafrika in Deutschland, die Gäste mit einem kurzen Statement willkommen. Claas Daun warb in seinem sehr persönlichen Grußwort um intensivere Aktivitäten deutscher Firmen in diesem lukrativen Standort. Anhand seiner Erfahrungen als Unternehmer machte er deutlich, dass sich dieser Schritt lohnt und die Realitäten wesentlich positiver seien als das in den Medien gezeichnete und von weiten Teilen der Öffentlichkeit wahrgenommene Bild.

Die Übergang zu Trevor Manuel, Südafrikas Finanzminister und Hauptredner an diesem Tag, verlief dadurch sehr fließend. Finanzminister Manuel stellte die Grundsätze seiner weltweit anerkannten Finanzpolitik dar. Darüber hinaus ging er auf die Problematik der ausschließlich an Geldwertstabilität orientierten Entscheidungen ein. Angesichts sozialer Ungleichheiten, hoher Arbeitslosigkeit und großer Armut sei die Versuchung groß, auf Mißstände mit steuerfinanzierten Programmen oder Kreditaufnahme auf internationalen Finanzmärkten zu reagieren.

Er betonte jedoch, dass nur eine an moderater Inflation ausgerichtete Finanzpolitik dauerhaft reüssieren könne und wurde dabei von dem ihm folgenden Redner, dem Chefvolkswirt der First Rand Group, Rudolf Gouws, ausdrücklich unterstützt.

Gavin Pieterse, der stellvertretende Vorsitzende der Black Empowerment Commission, ging anschließend auf Funktion und Bedeutung einer Politik ein, die sich die Korrektur der Benachteiligung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit bis zum Ende des Apartheidsregierung 1994 auf die Fahnen geschrieben hat. Er warb um Akzeptanz und Unterstützung für Maßnahmen und Entscheidungen, die aus Sicht ausländischer Investoren häufig als eine Einmischung in den freien Markt und unternehmerisches Handeln kritisiert werden.

Als Beispiel für ein hervorragendes Zusammenspiel deutscher Investoren vor Ort mit der Muttergesellschaft in Deutschland stellten Helmut Petri, Mitglied des Geschäftsfeldvorstandes Mercedes PKW und Martin Karr, Werkleiter in Bremen, die Patenschaft der DaimlerChrysler Werke East London und Bremen in den Vordergrund ihrer Vorträge. Neben den praktischen Erfahrungen erfuhren die Teilnehmer auch Einzelheiten zu den strategischen Überlegungen, die seiner Zeit hinter dieser Entscheidung standen und auch heute noch stehen.

Die Realitäten vor Ort gab schließlich Christoph Köpke, der Vorstandsvorsitzende von DaimlerChrysler Südafrika, wider. Aus seinen Ausführungen wurde ersichtlich, was sich wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung zog:

Unternehmerisches Handeln in Südafrika ist mit ganz besonderen Eigenheiten verbunden. Diese erfordern neben einem außerordentlichen Engagement und einer nicht unbedeutenden Risikobereitschaft auch Kenntnis von Geschichte und Tradition der Menschen am Kap. Verfügt man jedoch über die entsprechende Grundeinstellung und Sensitivität, ist ein “Return of Investment” – und das ist schließlich das Ziel ausländischer Investitionen – zu erzielen, der alle Aktivitäten rechtfertigt.

Eine Führung durch das Werk, in dem auch die neuesten Mercedes-Modelle produziert werden, bildete den Abschluss einer sehr gelungenen Veranstaltung.




Vortragsveranstaltung des Afrika-Vereins im Rahmen der
Südliches Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft – SAFRI
in Kooperation mit der Botschaft der Republik Südafrika


am 6. Dezember 2001, 09.00 Uhr im
Werk Bremen der DaimlerChrysler



EINLADUNG

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde des südlichen Afrikas,

wir freuen uns, Sie zu dem traditionellen Bremer Afrikatag des Afrika-Vereins am 6. Dezember 2001 einladen zu können. Um Ihnen einen Einblick in die Realisierung eines bedeutenden Investitions-projektes der deutschen Automobilindustrie in Südafrika am Beispiel DaimlerChrysler zu vermitteln, wird die Veranstaltung dieses Mal im Werk Bremen (dem Patenwerk des Werkes East London/
Südafrika) durchgeführt.
Der Finanzminister der Republik Südafrika, Trevor Manuel, und andere prominente Persönlichkeiten werden unsere Gäste sein.

Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen.

Mit besten Grüßen

Claas E. Daun
Vorsitzender des
Ausschusses südliches Afrika
des Afrika-Vereins
Josef C. Gorgels
Beauftragter des Vorsitzenden der
Südliches Afrika Initiative der
Deutschen Wirtschaft- SAFRI


Anmeldung: Herr Heiko Schwiderowski, Tel. (040)41913324,
e-mail: heiko.schwiderowski@afrikaverein.de



Programm

09.00 Uhr
Begrüßung
Josef C. Gorgels, Beauftragter des Vorsitzenden der Südliches Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft - SAFRI
(Jürgen E. Schrempp, Vorstandsvorsitzender DaimlerChrysler
09.10 Uhr
Virtuelle Reise nach Südafrika
Annemarie Ferns, General Manager Europe, South African Tourism
09.30 Uhr
Grußwort des Senators für Wirtschaft und Häfen der Freien Hansestadt Bremen, Josef Hattig
09.40 Uhr
Grußwort des Botschafters der Republik Südafrika
S. E. Prof. Dr. Sibusiso Bengu
09.55 Uhr
Ein deutscher Investor in Südafrika
Claas E. Daun, Vorsitzender des Ausschusses Südliches Afrika des Afrika-Vereins
10.05 Uhr
Die Wirtschafts- und Finanzpolitik der südafrikanischen Regierung, S. E. Trevor Manuel, Finanzminister der Republik Südafrika
10.45 Uhr
Kaffeepause
11.15 Uhr
Die makro-ökonomische Situation der Republik Südafrika im Dezember 2001 und Ausblick
Rudolf Gouws, Chef-Volkswirt der First Rand Group Johannesburg
11.45 Uhr
Black Empowerment und ausländische Investitionen in Südafrika Gavin Pieterse, Stellv. Vorsitzender der Black Economic Empowerment Commission
12.15 Uhr
Mittagsimbiss
13.45 Uhr
Investitionen in Südafrika – Strategische Überlegungen und praktische Erfahrungen des DaimlerChrysler-Werkes Bremen als “Pate” des Endmontagewerkes für Rechtslenker der Mercedes
C-Klasse in East London/Südafrika
Helmut Petri, Bereichsvorstand für Produktion im Geschäftsfeld Mercedes-Benz Pkw
14.15 Uhr
Südafrika aus dem Blickwinkel eines Unternehmers und praktische Erfahrungen bei der Realisierung der bedeutenden Investition der DaimlerChrysler AG in das neue Werk in Südafrika
Christoph Köpke, Vorsitzender der Geschäftsführung der DaimlerChrysler South Africa und Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes SACOB
14.45 Uhr
Fragen und Antworten
15.00 Uhr
Zusammenfassung und Schlußwort: Josef C. Gorgels
15.15 Uhr
Werksführung
16.15 Uhr
Kaffee, Gelegenheit zu Einzelgesprächen

DaimlerChrysler AG
Werk Bremen
Mercedesstraße 1
Tor 1

28309 Bremen