Partnerländer/SADC
Das Erbe des Kolonialismus in Afrika sind künstliche Grenzen, politische Rivalitäten, einseitige Wirtschaftsstrukturen, kleine Märkte und unterentwickelte regionale Beziehungen.
Doch nur im Verbund kann Afrika stark sein. Seit den 1970er Jahren wurden im Süden, Westen, Osten, Norden und in der Mitte des Kontinents Regionalorganisationen ins Leben gerufen, die den Unterbau der Afrikanischen Union (AU) bilden.
Die 1980 gegründete und 1992 neu ausgerichtete Southern African Development Community (SADC) zählt zu den am weitesten fortgeschrittenen afrikanischen Regionalorganisationen und erstreckt sich über rund 10 Mio. Km2 vom Kap der Guten Hoffnung bis zum Äquator. Im Jahr 2007 gehören ihr 14 Staaten an:
Ziel der SADC ist eine immer stärkere Kooperation in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Sicherheit, Kultur und Sozialwesen. Oberstes Organ ist das regelmäßige Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs, ergänzt durch den Ministerrat. Der Gerichtshof garantiert die Einhaltung getroffener Vereinbarungen. Die Mitwirkung der Bevölkerung wird durch das künftige SADC-Parlament gewährleistet. Durch Errichtung eines zentralen Sekretariats mit vier Fachdirektoraten in Gaborone (Botswana) wurde die institutionelle Kompetenz erheblich gestärkt.
Treibende Kraft der Integration ist die Attraktivität eines gemeinsamen Marktes von 250 Mio. Menschen. Seit dem Ende des Kalten Krieges unternahm die SADC erhebliche Anstrengungen, um Handels- und Investitionsbarrieren abzubauen und institutionelle Rahmenbedingungen zu harmonisieren. Überregionale Initiativen wie das EU-SADC Investment Promotion Programme (ESIPP) fördern unternehmerische Aktivitäten.
Für das kommende Jahrzehnt hat sich die SADC ehrgeizige Ziele auf dem Weg zur regionalen
Integration gesetzt:
| ◊ | 2008 Gemeinsame Freihandelszone | ◊ | 2015 Gemeinsamer Markt |
| ◊ | 2010 Zollunion | ◊ | 2018 Gemeinsame Währung |
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